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Thomas Hirschler, Berlin

Thomas Hirschler, Flaschenformen

Zu den Arbeiten von Thomas Hirschler

Platten aus Porzellan gebogen, geschnitten und schnell zusammengesetzt, mit sichtbaren Verbindungsstellen - so zeigen sich die Arbeiten von Thomas Hirschler. Sowohl in seinen Installationsobjekten als auch in den Flaschenvasenformen hat er eine wiedererkennbare Arbeits- und Ausdrucksweise. In großzügig-mechanischer Handhabung und mit Fingerspitzengefühl wachsen Körper, Röhren, Deckel aus dünn ausgeschlagenen, sehr weichen Porzellanplatten. Das wichtigste Werkzeug: die Hand. Die einzelnen Teile müssen dann warten, ehe sie montiert werden können. Das Porzellan muss für jeden Schritt in seinem besten Zustand sein. Schnell und behutsam werden sie dann zusammengesetzt. Kein Handgriff zu viel, denn nichts wird rückgängig gemacht. Einige der gezielten Handgriffe bleiben sichtbar. Mal hat ein Knöchel eine Delle gehauen, mal bleibt ein Daumenabdruck in der Schlickernaht zurück. Die Verbindungen erinnern an Schweißnähte, die Formen an technisches Gerät. Öl- und Gießkannen aus Metall kommen in den Sinn. Aber in Thomas Hirschlers Arbeiten werden die kantigen Formen noch mal gebrochen. Bei den Installationsobjekten überzieht eine mit weichem Pinsel aufgetragene Porzellanschicht die scharfen Linien. Bei den Gefäßen umfließen dick aufgetragene Seladone die Nähte und Kanten. Alle Gefäße sind aus Limoges Porzellan und bei 1300 C im Gasofen gebrannt.