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Susanne Protzmann, Berlin

Susanne Protzmann, Schale und Becher

... Ich arbeite schnell in großen Mengen an der Töpferscheibe, endlose Reihen die ich improvisierend bemale, jeweils ausgehend von einem farbigen Grundthema.

Neben dieser meist heiter wirkenden Streifenkeramik gibt es die in aufwändiger Wachstechnik gearbeitete, kostbarer wirkende dunkle Kollektion: Glasurfelder auf schwarzem Ton erzeugen ein tiefes Leuchten, der Gegensatz von Scherben und Glasur erzeugt ein Relief mit stark haptischen Qualitäten, Glasuranflug lässt den Scherben metallisch wirken...

... Keramische birgt nach wie vor immer wieder Überraschung, Unberechenbares, Zufälle, Fehler, die sich kultivieren lassen und Quelle für Neuentwicklungen werden.

Geringfügige Erhöhung der Brenntemperatur beispielsweise erzeugt eine steinrauhe Oberfläche, die Glasuren samt Streifen beginnen herabzufließen und verwandeln sich in eine Art Bandachat, ähnlich den Halbedelsteinen, die wir als Kinder im Erzgebirge aus dem Berg klopften ...

... Es bleibt spannend, und jedes Stück ist damit auf seine Weise einmalig...

... Überall ist Futter für die Augen, fast alles ist inzwischen in Keramik übersetzbar, verwandelbar...

Susanne Protzmann