
„Ich glaube, dass es neben dem Bedarf an zurückhaltenden, dienlichen Gegenständen des täglichen Lebens auch einen Bedarf nach stärker gefühls- und symbolgeladenen Dingen gibt. Auch eine Vase kann ein Spiegel für das Geheimnisvolle und Abenteuerliche sein. Um diese Ausstrahlung zu erreichen, versuche ich alles Klischeehafte und Süßliche zu vermeiden. Keramische Techniken interessieren mich als Mittel zum Ausdruck, nicht als Selbstzweck. Wenn es mir nötig erscheint, wird ein Stück manchmal auch nachträglich kalt bemalt oder mit anderen Materialien ergänzt. So zieht sich – besonders bei großen Objekten – die Fertigstellung über einen längeren Zeitraum hin. Durch meine Erfahrung in der Metallverarbeitung bin ich es gewohnt, zum Beispiel zu montieren oder Teile in jedem Stadium wieder abzusägen. Dies übertrage ich in Abwandlung auf die Keramik...“ (Saskia Detering, 2011)
