

Mich interessiert der Mensch als Kreatur, der Mensch als zivilisiertes Tier. Es geht immer irgendwie um die Balance zwischen unseren Bedürfnissen als solchen und den äußeren Umständen denen wir unterworfen sind. Andrea Thiele, Kunsthistorikerin aus Halle, hat es so formuliert:
"Viele der figürlichen Arbeiten Ina Jänickes werden zu Chiffren eines verhaltenen, beobachtenden Blicks auf Bedingungen des Ichs und seines, in Leiblichkeit erlittenen Verhältnisses zur zivilisierten Welt".
Meine Figuren, besonders die Größeren, haben Schründe, Risse; sie sind nicht wircklich schön und trotz allem sollen sie ästhetisch sein. Die Kühle des Porzellans, teilweise noch mit Glas "überbacken" gibt ihnen eine Distanz, die dem Ausdruck entgegensteht, dass Intime bricht.
Ina Jänicke, November 2010
